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Passau, Bavaria

Passau

Passaus Barockaltstadt am Zusammenfluss von Donau, Inn und Ilz — St.-Stephans-Orgel, Festungsblick, Donaukreuzfahrten. Tagesausflugführer ab München.

Munich to Regensburg: UNESCO World Heritage Site day tour

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Quick facts

Entfernung von München
~190 km (ca. 2 Std. per Direktzug)
Zugpreis
€19–€38 Rückfahrt (Bayern-Ticket gilt für Regionalzüge)
Dom St. Stephan
Kostenloser Eintritt; Orgelkonzert täglich um 12:00 Uhr (€5)
Veste Oberhaus
€9 Erwachsene (Festung + Museum)
Donauschifffahrt nach Linz
Ab €22 einfache Fahrt (Donauschiffahrt Wurm & Köck)

Wo drei Flüsse zusammentreffen — und die Barockstadt, die darum herum entstand

Passau nimmt eine der dramatischsten Stadtlagen Bayerns ein: eine lange, schmale Halbinsel, an der die Donau aus dem Nordwesten eintrifft, der Inn aus dem Süden (nachdem er gerade aus Österreich herübergekommen ist) und die Ilz aus dem Bayerischen Wald aus dem Nordosten herunterfließt. Die drei Flüsse treffen sich am Dreiflüsseeck an der Spitze der Halbinsel, und der sichtbare Farbunterschied zwischen der schlammig-grünen Donau, dem hellblaugrünen Inn und der dunklen Ilz ist eines der bemerkenswertesten Naturphänomene, die man in einer europäischen Stadt sehen kann, ohne das Ufer zu verlassen.

Die auf dieser Halbinsel gequetschte Altstadt ist überwiegend barock — nicht deutsches, sondern italienisches Barock, gebaut und wiederaufgebaut von italienischen Architekten ab dem frühen 17. Jahrhundert, nachdem eine Reihe verheerender Brände die mittelalterliche Stadt zerstört hatte. Das Ergebnis ist ein Stadtbild, das eher an eine norditalienische Stadt erinnert als an eine bayerische: schmale Gassen, hohe Fassaden in Ocker und Terrakotta, geschwungene Straßen entlang der Halbinselkonturen. Der Dom St. Stephan, nach dem Brand von 1662 wiederaufgebaut, enthält die größte Domorgel der Welt — eine eindeutig wahre Aussage, die man beim Mittagskonzert persönlich überprüfen kann.

Passau ist auch die letzte bedeutende deutsche Stadt, bevor die Donau Österreich betritt. Viele Donauradfahrer kommen am Ende der EV6-Radroute von Regensburg hier an, und Kreuzfahrtpassagiere steigen für Donaufahrten nach Linz und Wien ein oder aus.

Kurze AntwortWie komme ich von München nach Passau? Direktzüge fahren von München Hauptbahnhof nach Passau Hauptbahnhof in etwa 1 Stunde 55 Minuten bis 2 Stunden 10 Minuten. Das Bayern-Ticket (€29 für 1 Person, +€8 pro weitere Person bis 5) gilt für Regionalzüge und deckt die gesamte Fahrt ab. Schnellere IC-Züge sind ebenfalls verfügbar (nicht Bayern-Ticket) bei ähnlicher Fahrzeit.


Anreise von München

Die unkomplizierte Option ist der stündliche Direktzug von München Hbf nach Passau Hbf. Zwei Arten fahren:

  • Regionalzüge (RB/RE): Bayern-Ticket gültig, Fahrzeit ~2 Stunden 10 Minuten. Abfahrt ungefähr alle 60–90 Minuten. Das ist die wirtschaftlichste Wahl — €29 für das Bayern-Ticket deckt bis zu 5 Personen die gesamte Hin- und Rückfahrt nach Passau ab.
  • IC-Züge: Schneller (1 Std. 55 Min.), nicht Bayern-Ticket-kompatibel. Preise ab €19–€38 Rückfahrt bei frühzeitiger Buchung. Walk-on-Flextickets kosten €50–€70 Rückfahrt.

Passau Hbf liegt etwa 10 Gehminuten von der Altstadt und dem Dom entfernt. Der Bahnhof befindet sich am nördlichen Rand des Inn-Ufers, oberhalb der Altstadthalbinsel.

Mit dem Auto: A94 ostwärts ab München nach Mühldorf, dann B12 ostwärts nach Passau — ungefähr 2 Stunden bei leichtem Verkehr. Oder A8 ostwärts nach Salzburg und dann nördlich auf der A3 — etwas länger. Parken in Passau: Das Parkhaus Römerplatz (€1,50/Std.) ist für die Altstadt am günstigsten gelegen.

Von Regensburg aus: Passau liegt 145 km östlich von Regensburg (ca. 1 Std. 30 Min. per Regionalzug). Die beiden Städte ergeben eine natürliche zweitägige Ostbayern-Tour.


Das Dreiflüsseeck

Das Dreiflüsseeck liegt an der äußersten Spitze der Halbinsel, erreichbar über einen Promenadenspaziergang von der Altstadt in etwa 10 Minuten. In der Nähe des Zusammenflusses von Inn und Donau gibt es eine Aussichtsplattform sowie einen kleineren Zusammenfluss der Ilz (auf der Nordseite der Halbinsel, beim Rathausplatz).

Der Farbkontrast ist im Frühjahr und Frühsommer am deutlichsten sichtbar, wenn der Inn Schmelzwasser aus den österreichischen Alpen führt und merklich klarer und grüner als die Donau fließt. Die Ilz, stark mit Torf aus dem Bayerischen Wald angereichert, fließt deutlich dunkler — unter bestimmten Bedingungen fast schwarz. Im Spätsommer sinken die Wasserstände, und die Farbunterschiede sind weniger ausgeprägt.

Der beste Fotopunkt ist nicht von der Halbinselspitze selbst, sondern vom Innkai-Uferweg auf der gegenüberliegenden Inn-Seite, mit Blick ostwärts auf den Zusammenfluss und die Veste Oberhaus darüber. Alternativ bietet die Aussichtsplattform der Festung (siehe unten) eine Vogelperspektive auf alle drei Flüsse.


Dom St. Stephan und die Orgel

Der Dom St. Stephan ist das bedeutendste Gebäude Passaus, und sein Anspruch, die größte Domorgel der Welt zu beherbergen, ist berechtigt und verifiziert. Das aktuelle Instrument, in Etappen zwischen 1924 und 1980 installiert, hat 17.974 Pfeifen und 233 Register. Es überspannt die gesamte Westfassade im Innern des Kirchenschiffs und erforderte einen vollständigen internen strukturellen Umbau für die Installation.

Eintritt: Kostenlos während der Besuchszeiten (08:00–18:00 Uhr täglich, mit eingeschränktem Zugang während der Gottesdienste). Am Eingang wird ein Plan ausgeteilt.

Inneres: Das Dominnere ist höfisches Barock aus dem späten 17. Jahrhundert — alles Weiß und Gold, mit einer flachen bemalten Decke (statt eines gewölbten Steingewölbes), die ein Merkmal der bayerisch-österreichischen Barockarchitektur ist. Die Deckengemälde von Karl von Reslfeld (fertiggestellt 1696) zeigen Szenen aus dem Leben des Hl. Stephanus und verschiedene Allegorien. Die Gesamtwirkung ist leichter und überschwänglicher als die schwere nordgotische Tradition.

Orgelkonzerte: Tägliche Mittagskonzerte (Dienstag–Samstag, auch einige Abendkonzerte im Sommer) sind der praktische Weg, die Orgel zu hören. Das Mittagskonzert (12:00 Uhr, ca. 35 Minuten) kostet €5 am Domeingang. Vor 11:45 Uhr ankommen, um einen Platz zu bekommen — der Dom füllt sich an Sommerwochentagen schnell. Abendkonzerte um 19:30 Uhr sind aufwändigere Programme (€12–€15) und weniger häufig. Aktuellen Spielplan auf der Domwebsite (dommusik-passau.de) prüfen.

Die Akustik des Doms — lang und schmal, mit der Orgel hinten — macht den Klang wirklich außergewöhnlich. Selbst wenn man anderswo große Orgeln gehört hat, ist der Maßstab und das Klangspektrum des Passauer Instruments bemerkenswert.


Veste Oberhaus

Die Veste Oberhaus sitzt auf dem Georgsberg-Hügel unmittelbar nördlich der Altstadt, auf dem Vorsprung zwischen Donau und Ilz. Sie wurde von den Passauer Fürstbischöfen ab 1219 als Verteidigungsfestung und Symbol ihrer Autorität über die Stadt errichtet — die Bischöfe und die Bürger waren häufig in Konflikt, und die Festung wurde gelegentlich genutzt, um eine aufmüpfige Bevölkerung einzuschüchtern.

Anreise: Die Festung ist ein 20–25-minütiger steiler Aufstieg vom Rathausplatz. Ein saisonaler Shuttle-Bus (Bus 1, “Panorama-Bus”) fährt von Mai bis Oktober an Wochenenden vom Rathausplatz zum Festungsparkplatz (€3,20 Rückfahrt). An Wochentagen im Sommer fährt der Bus ebenfalls. Aktuellen Fahrplan auf der VGP-Verkehrswebsite prüfen.

Eintritt (2026): €9 Erwachsene, €7 ermäßigt, enthält das Stadtmuseum (Passau Stadtmuseum) innerhalb der Festung. Das Museum deckt die Stadtgeschichte von der Römerzeit (Passau war das römische Fort Boiotro) über das mittelalterliche Fürstbistum bis ins 19. Jahrhundert ab.

Die Aussichtsplattform auf dem Festungsturm bietet das, was weithin als bestes Panorama Ostbayerns gilt: der Zusammenfluss aller drei Flüsse von oben, die rotüberdachte Altstadt auf der Halbinsel darunter und die umliegenden Hügel. An klaren Tagen sieht man weit nach Österreich im Süden. Der Turmzugang ist im Festungseintritt enthalten.

1,5–2 Stunden für die Festung einplanen, einschließlich Aufstieg und Museum. Geführte Tour Regensburg ab München (mit Passau kombinierbar)


Donaukreuzfahrten und das Tor nach Österreich

Passau ist der Hauptabfahrtsort für Donauflusskreuzfahrten ostwärts nach Österreich. Der Hauptanbieter ist Donauschiffahrt Wurm & Köck (Höllgasse 26, am Innkai-Anleger), der planmäßige Fahrgastdienste nach Linz (€22 einfache Fahrt, 6 Stunden stromabwärts) und kürzere Kreuzfahrten auf den Drei Flüssen betreibt. Am Anleger oder auf ihrer Website buchen.

Dreiflüssekruzfahrt (1 Stunde): Läuft täglich im Sommer um 10:30, 13:00 und 15:30 Uhr ab dem Anleger Steinerne Brücke. Erwachsene €14. Deckt den Zusammenfluss ab, kurz den Inn flussaufwärts nach Österreich und zurück via Donau und Ilz. Gut, um den Farbkontrast auf Wasserpegelh zu sehen; der Festungsblick vom Wasser aus ist ebenfalls ausgezeichnet.

Passau nach Linz per Boot (ganzer Tag, 6 Stunden stromabwärts): Eine wirklich genussvolle Reise durch die Donauschlucht zwischen Bayerischem Wald und österreichischem Hochland. Abfahrt 09:00 Uhr, Ankunft Linz ~15:00 Uhr. Rückfahrt von Linz nach Passau per Zug (1 Std. 30 Min., stündlicher Dienst), dann Zug 16:30 oder 17:30 Uhr zurück nach München. Für diese Kombination ein langer, aber sehr lohnenswerter Tag ab München.

Donauradfahren: Die EV6-Radroute (Passau nach Wien, 320 km) beginnt in Passau. Viele Radfahrer kommen in Passau an nach dem Radeln von Regensburg (130 km, 2–3 Tage). Die Passauer Radinfrastruktur ist gut entwickelt; Fahrradverleih am Bahnhof (Rad Lounge, Bahnhofstraße 26).


Altstadt: Spaziergang auf der Halbinsel

Die Altstadt belegt die Halbinsel zwischen Donau und Inn und ist etwa 1,5 km lang und 300 Meter breit in der breitesten Stelle. Das vollständige Durchqueren dauert 20 Minuten bei gemäßigtem Tempo; das Erkunden der Seitenstraßen fügt eine weitere Stunde hinzu.

Rathausplatz ist der zentrale öffentliche Platz, flankiert vom gotischen Rathaus (1298, mit Erweiterungen aus dem 15. Jahrhundert) und seinem Glockenturm. Die Wasserstandsmarkierungen an der Rathausfassade verzeichnen Hochwasserpegel bis 1501 zurück — ein ernüchterndes Liniendiagramm in Stein. Die Flut 2013, die schlimmste seit Jahrzehnten, erreichte 12,89 Meter über den normalen Wasserpegel.

Residenzplatz ist der barocke Platz hinter dem Dom, kleiner als sein Salzburger Pendant, aber ähnlich komponiert. Die Neue Residenz (Neue Residenz der Fürstbischöfe, 1770) beherbergt das Diözesanmuseum (€5 Erwachsene) mit einer Sammlung religiöser Kunst und liturgischer Gegenstände aus dem Bistum — lohnenswert für die mittelalterlichen gotischen Stücke, aber nicht unbedingt.

Schaiblingsturm ist ein Rundverteidigungsturm aus dem 14. Jahrhundert am nördlichen Inn-Ufer, das letzte erhaltene Element der mittelalterlichen Stadtmauern. Er wird jetzt für kleine Ausstellungen genutzt und kann bestiegen werden (€2).

Innkai-Promenade: Das Südufer des Inn zwischen Bahnhof und Zusammenfluss ist ein angenehmer Uferweg mit Blick auf die Altstadt vom gegenüberliegenden Ufer. Mehrere Cafés haben flussgerichtete Terrassen.


Essen in Passau

Passau hat eine begrenzte, aber anständige Gastronomieszene, wobei die Uferrestaurants natürlich einen Aufschlag für den Ausblick verlangen.

  • Heilig-Geist-Stift-Schenke (Heilig-Geist-Gasse 4) — Weinbar und Restaurant in einem mittelalterlichen Stiftungsgebäude (1226). Der Innenhof ist im Sommer besonders angenehm. Fränkische und österreichische Weine glasweise, einfaches aber gutes bayerisches Essen, Hauptgerichte €14–€22. Die beste Kombination aus Atmosphäre und Speisequalität in der Stadt.
  • Café Diwan (Innstraße 10, gegenüber Ufer) — Café in einer Buchhandlung auf dem Nordufer des Inn. Ausgezeichneter Kaffee und hausgemachte Kuchen. Gut für eine Vormittags-Pause vor dem Überqueren in die Altstadt.
  • Hackl-Stube (Neue Straße 7) — Traditionelles bayerisches Restaurant nahe dem Dom, bei Einheimischen beliebt. Schnitzel €15, Schweinsbraten €17. Keine Reservierungen an Wochentagen zum Mittagessen erforderlich.
  • Café Bar Centrale (Rindermarkt 4) — bei Studierenden beliebt (Passau hat eine Universität mit 12.000 Studierenden), erschwingliche Mittagsmenüs ab €9, guter Kaffee.

Die Uferrestaurants direkt auf der Dreiflüsseeck-Promenade meiden — sie verlangen Touristenpreise für Ausblicke und liefern mittelmäßiges Essen.


Praktische Tipps für Passau

Hochwasserrisiko: Passau überflutete regelmäßig, und der untere Teil der Altstadt (rund um Rathausplatz und die unteren Gassen) kann im Frühjahr überschwemmt sein. Vor einem Besuch im März oder April den Wasserstandsbericht (Hochwasser-Nachrichtendienst Bayern) prüfen. Dom und Festung und die meisten Hauptattraktionen auf dem höheren Halbinselniveau sind nicht betroffen, aber einige Ufercafés schließen.

Tagesausfluglänge: Passau ist kompakt; 5–6 Stunden reichen, um Dom (mit Mittagskonzert), Veste Oberhaus und Altstadt zu erkunden. Den 07:00–08:00-Zug ab München nehmen für eine Ankunft bis 09:00–10:00 Uhr, sodass Zeit für das Mittagskonzert und einen Festungsbesuch nach dem Mittagessen bleibt, bevor man um 17:00–18:00 Uhr zurückfährt.

Kombination mit Regensburg: Passau (Ostende) und Regensburg (Westende, 145 km) liegen beide an oder nahe der Donau und ergeben eine natürliche zweitägige Ostbayern-Tour. Regensburg hat seine eigene UNESCO-Altstadt und die älteste Steinbrücke Bayerns.

Überqueren nach Österreich: Die österreichische Stadt Schärding liegt direkt gegenüber dem Inn von Passau (Fußgängerbrücke, 5 Gehminuten). Die Stadt hat ein gut erhaltenes Barockmarktplatz und mehrere gute Cafés. Einen Stunde wert, wenn man sagen möchte, in Österreich gewesen zu sein. Geführter Ein-perfekter-Tag-Ausflug Regensburg ab München


Passau mit anderen Ausflügen kombinieren

Passau liegt am östlichen Ende des bayerischen Historikstadtbogens. Natürliche Kombinationen:

  • Passau + Regensburg (Regensburg): Beide haben UNESCO-Altstädte an der Donau. Ein zweitägiger Ostbayern-Ausflug per Zug funktioniert gut (Regionalzug, 1 Std. 30 Min. zwischen den Städten).
  • Passau + Salzburg: Passau liegt 130 km westlich von Salzburg per Straße; per öffentlichem Verkehr ist ein Umweg über München erforderlich. Keine natürliche Paarung ohne Auto an einem Tag.
  • Passau als Donaukreuzfahrtstart: Wer eine mehrtägige Donaukreuzfahrt nach Wien unternimmt, steigt typischerweise in Passau ein; die Stadt eignet sich gut für eine Vorabendübernachtung.

Den Die besten Tagesausflüge von München für eine Rangfolge aller historischen Stadtoptionen konsultieren. Der Tagesausflüge mit dem Zug ab München-Ratgeber deckt den passau-spezifischen Fahrplan ab.


Häufig gestellte Fragen zu Passau

Was ist das Besondere an Passaus Lage?

Passau liegt am Zusammenfluss von drei Flüssen: der Donau (Europas zweitlängster Fluss), dem Inn (der die österreichischen und Schweizer Alpen entwässert) und der Ilz (die aus dem Bayerischen Wald kommt). Die drei Flüsse treffen sich am Dreiflüsseeck an der Spitze der Altstadthalbinsel. Der sichtbare Farbunterschied zwischen den Flüssen — besonders zwischen Inn und Donau — ist eines der bemerkenswertesten Naturphänomene, die in einer deutschen Stadt zu beobachten sind.

Hat der Dom St. Stephan wirklich die weltgrößte Orgel?

Ja, das ist klar wahr und keine lokale Übertreibung. Die Passauer Domorgel, zwischen 1924 und 1980 zusammengestellt und erweitert, hat 17.974 Pfeifen und 233 Register. Das Guinness-Buch der Rekorde listet sie als die weltgrößte Domorgel. Tägliche Mittagskonzerte (€5, ca. 35 Minuten) sind der praktische Weg, sie zu hören; 15 Minuten früher ankommen für einen guten Sitzplatz.

Gilt das Bayern-Ticket bis nach Passau?

Ja. Das Bayern-Ticket (€29 für eine Person, €8 pro weitere Person, bis zu 5 Personen) deckt alle Regionalzüge (RB/RE) von München nach Passau und zurück ab. Die Fahrt mit Regionalzügen dauert etwa 2 Stunden 10 Minuten. IC-Züge nach Passau sind etwas schneller, aber nicht vom Bayern-Ticket abgedeckt.

Lohnt sich Passau im Vergleich zu Regensburg?

Beide haben UNESCO-gelistete Altstädte und starke architektonische Charaktere, sind aber recht unterschiedlich. Regensburg ist größer, lebhafter, mit breiterem Restaurantangebot und entwickelterer Tourismusinfrastruktur. Passau ist kleiner und ruhiger, mit der einzigartigen Dreiflüsse-Geographie, der außergewöhnlichen Orgel in St. Stephan und der Veste-Oberhaus-Festungsaussicht. Passau belohnt Besucher, die etwas Ruhigeres und weniger Überfülltes wollen; Regensburg belohnt solche, die mehr Optionen und ein größeres Stadtgefühl suchen.

Kann man von Passau eine Donaukreuzfahrt unternehmen?

Ja. Der Hauptanbieter ist Donauschiffahrt Wurm & Köck mit planmäßigen täglichen Kreuzfahrten, einschließlich einer 1-stündigen Dreiflüssetour (€14, nur Sommer) und einer Ganztagsfahrt nach Linz, Österreich (€22 einfache Fahrt, 6 Stunden). Die Rückfahrt von Linz per Zug (1 Std. 30 Min. nach Passau) und dann mit dem Zug zurück nach München ergibt einen langen, aber lohnenden Tag. Mehrtägige Donaukreuzfahrten nach Wien und Budapest starten ebenfalls ab Passau bei verschiedenen Anbietern.

Wann überflutete Passau und sollte man sich darum sorgen?

Passau überflutete regelmäßig — die Hochwassermarkierungen an der Rathausfassade verzeichnen Ereignisse bis 1501 zurück. Ernste Überschwemmungen treten typischerweise im März–April bei Schneeschmelze und nach starken Sommerregenfällen auf. Die unteren Ufergassen und einige Restaurants rund um den Rathausplatz sind betroffen; Dom, Festung und die meisten Hauptattraktionen auf höherem Gelände werden nicht überflutet. Vor einem Frühjahrsbesuch den bayerischen Hochwasserinformationsdienst (hnd.bayern.de) prüfen.

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