Augsburg
Augsburg in 30 Min. ab München: die Fuggerei (älteste Sozialsiedlung der Welt), Renaissancerathaus, UNESCO-Wasserwirtschaft, Tor zur Romantischen Straße.
From Munich: private guided tour to Rothenburg ob der Tauber
Quick facts
- Entfernung von München
- 70 km (30–37 Min. mit ICE oder RE)
- Zug ab München Hbf
- ICE ab ca. 14 € Sparpreis; RE mit Bayern-Ticket (31 €)
- Fuggerei (2026)
- 8 € Erwachsene, 4 € Jugendliche (6–16); täglich 09:00–20:00 (Sommer)
- Rathaus (Goldener Saal)
- Di–So 10:00–18:00; freier Eintritt
- UNESCO-Auszeichnung
- Augsburger Wasserwirtschaft: UNESCO-Welterbe seit 2019
- Romantische Straße
- Augsburg ist Kilometer 0 der Romantischen Straße (südliches Ende)
Bayerns Römerstadt — und die älteste Sozialsiedlung der Welt
Augsburg ist die nächste bedeutende Geschichtsstadt bei München — 30 Minuten mit dem Zug — und wird von Besuchern, die stattdessen Nürnberg oder Regensburg wählen, konsequent unterschätzt. Die Stadt hat drei Punkte von echtem internationalen Rang: Sie beherbergt die Fuggerei, den ältesten noch bewohnten Sozialbau der Welt (gegründet 1516, aktuelle Miete: 0,88 €/Jahr plus drei tägliche Gebete); sie besitzt das einheitlichste Renaissancestadtbild Süddeutschlands, das fast ausschließlich von einem Architekten — Elias Holl — zwischen 1594 und 1631 gestaltet wurde; und ihr Wasserversorgungssystem — ein ab dem 14. Jahrhundert entwickeltes Netz aus Kanälen, Pumpwerken und Türmen — wurde 2019 als UNESCO-Welterbe anerkannt.
Hinzu kommt: Augsburg war römische Kolonie (von Augustus gegründet, daher der Name), im 15.–16. Jahrhundert durch die Bankiersdynastien Fugger und Welser eine der reichsten Städte Europas, und hier wurde Leopold Mozart, der Vater von Wolfgang Amadeus, geboren.
Kurz gefragt — kann ich Augsburg als Halbtag ab München besuchen? Ja. Der Zug braucht 30–37 Minuten und fährt alle 30 Minuten. Die Fuggerei, der Goldene Saal im Rathaus, der Dom und ein Rundgang durch die Altstadt mit ihren Wasserkanälen lassen sich bequem in 3–4 Stunden erkunden. Als Morgenstopp vor Zielen der Romantischen Straße oder als Nachmittagskombination mit München.
Anreise ab München
Augsburg liegt 70 km von München an der Bahnstrecke München–Ulm.
Mit dem RE: Regionalbahnen (RE, auch einige RB-Verbindungen) brauchen 32–40 Minuten ab München Hauptbahnhof bis Augsburg Hauptbahnhof. Diese sind mit dem Bayern-Ticket abgedeckt (31 € für eine Person, +9 € je weitere Person). Züge fahren den ganzen Tag alle 30 Minuten. Für eine Gruppe von 2–5 Personen ist das Bayern-Ticket sehr günstig.
Mit dem ICE: Das Teilstück München–Augsburg liegt auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke; ICE-Züge benötigen 27 Minuten. Sparpreise ab 14 € einfach. Wer kein Bayern-Ticket nutzt, lohnt sich der ICE für die gewonnene Zeit.
Mit dem Auto: A8 ab München, 1 Std. ohne Stau. Parken in der Augsburger Innenstadt ist unkompliziert: die Fuggerpark-Garage an der Volkhartstraße (neben der Fuggerei) kostet 1,50 €/Std.; im Altstadtbereich gibt es mehrere Parkhäuser zu ähnlichen Preisen.
Vom Augsburger Hauptbahnhof sind Innenstadt und Fuggerei 15 Gehminuten entfernt (1,2 km). Straßenbahnen fahren vom Bahnhof zum Dom und Rathausplatz, falls gewünscht.
Die Fuggerei
Die Fuggerei ist das wichtigste Einzelziel in Augsburg und wohl eine der bemerkenswertesten Sozialeinrichtungen der europäischen Geschichte.
Jakob Fugger — „Jakob der Reiche” — war 1516 auf dem Höhepunkt seiner Macht der vermögendste Privatmann Europas. Sein Bankhaus hatte Heilige Römische Kaiser finanziert, betrieb Kupfer- und Silberbergwerke in Mitteleuropa und hielt das Bankkonto des Vatikans. Im Jahr 1516 gründete er die Fuggerei: eine in sich geschlossene Wohnsiedlung mit 67 Häusern in 8 Straßen im Osten der Augsburger Altstadt, entworfen, um bedürftige katholische Augsburger Bürger mietfrei zu beherbergen (im Gegenzug für drei tägliche Gebete für die Seelen der Fuggerfamilie). Die Jahresmiete wurde auf einen Rheinischen Gulden festgesetzt — heute entsprechend ca. 0,88 €.
Die ursprüngliche Anlage von 1516–1523 ist nahezu vollständig erhalten. Die Siedlung wurde nach WWII-Bombenschäden auf dem historischen Grundriss mit überlieferten Elementen und Dokumenten wiederaufgebaut. Heute leben 150 Bewohner in den 67 Häusern zu denselben Bedingungen, die Fugger vor 500 Jahren festlegte: katholischer Glaube, Augsburger Bürgerschaft, nachgewiesene Bedürftigkeit und die drei täglichen Gebete (Vaterunser, Ave Maria und Apostolisches Glaubensbekenntnis). Die Miete ist nominal unverändert. Es gibt Wartelisten für Wohnungen.
Die Fuggerei ist für Besucher geöffnet (8 € Erwachsene, 4 € für Jugendliche 6–16; unter 6 kostenlos). Das Ticket umfasst den Einlass auf das Gelände, eine eingerichtete Wohnung von 1521 in Originalzustand, einen WWII-Bunker unter der Siedlung (der bei den Bombenangriffen von 1944 genutzt wurde) sowie ein Museum zur Geschichte der Fuggerfamilie und zur 500-jährigen Sozialbaufunktion der Siedlung. Einplanen: 1,5–2 Stunden.
Ehrlicher Hinweis: Die Museumsausstellung ist dicht und lohnt sich, wenn man aufmerksam ist. Der Bunkerabschnitt ist tatsächlich interessant — die Fuggerei-Bewohner flohen hierher bei den alliierten Angriffen, die Teile der Siedlung 1944 und 1945 beschädigten, und die Ausstellungen dokumentieren sowohl die Schäden als auch die Entscheidung, nach dem Grundriss von 1516 statt nach modernen Maßstäben wiederaufzubauen. Die bewohnten Wohnungen sind Privatwohnungen; nur die als „Museumsapartment” ausgewiesene ist zugänglich.
Das Fuggerei-Tor schließt im Sommer um 20:00 Uhr (18:00 im Winter). Öffnung täglich um 09:00.
Elias Holl und das Renaissancerathaus
Elias Holl (1573–1646) war von 1602 bis zu seiner Entlassung 1631 aufgrund religiöser Politik (er war Protestant; die Katholiken übernahmen die Stadtverwaltung zurück) Stadtbaumeister Augsburgs. In 29 Jahren baute er einen bedeutenden Teil der Stadt in einem venezianisch beeinflussten Renaissancestil um, der in Süddeutschland kein Vorbild hatte.
Rathaus: Holls Meisterwerk, erbaut 1615–1624. Die Außenfassade ist eine selbstbewusste Abkehr von der gotischen Rathausarchitektur — breit, symmetrisch, mit Renaissancerustika und Zwiebelkuppeln an den Ecktürmen, die über Bayern hinaus stilbildend wurden. Das Innere ist teils zur Restaurierung geschlossen, doch der Goldene Saal — wenn geöffnet — ist der Hauptgrund für einen Besuch. Er misst 34 × 17 × 14 Meter und hat kassettierte Decken, die mit originalen Goldblattdekorationen aus dem Jahr 1624 bedeckt sind. Reiseführer bezeichnen ihn als einen der schönsten weltlichen Renaissanceinnenräume nördlich der Alpen — das ist keine Übertreibung.
Vor dem Besuch aktuelle Öffnungszeiten auf der Website des Augsburger Tourismusbüros (augsburg-tourismus.de) prüfen. Standard: Di–So 10:00–18:00, freier Eintritt.
Perlachturm: Der Turm neben dem Rathaus stammt aus dem 10. Jahrhundert (ursprünglich Wachturm) und wurde 1616 von Holl zur Ergänzung des neuen Rathauses erhöht. Aufstiegskarten (2,50 €) bieten Panoramablick über die Altstadtdächer und bei klarem Wetter auf die südlichen Alpen. Öffnung um 10:00, saisonal.
Zeughaus: Ein weiteres Holl-Gebäude (1602–1607), sein erster Bau im neuen Renaissancestil, heute für Stadtveranstaltungen genutzt. Die Außenfassade mit dem bronzenen Erzengel Michael (von Hans Reichle, 1607) ist eines der schönsten öffentlichen Skulpturwerke Bayerns.
Kirche St. Anna: Angrenzend an die Fuggerkapelle (Familienkapelle der Fugger, 1509–1512), die erste Renaissancekapelle nördlich der Alpen in Deutschland. Die Fuggerkappelle enthält die originalen Fuggergräber und gilt als direkter Einfluss auf die spätere deutsche Renaissancearchitektur. Die Kirche selbst ist lutherisch (hier fand 1525 der erste protestantische Gottesdienst in Augsburg statt); Martin Luther war beim Augsburger Reichstag 1518 im angrenzenden Fuggerhaus zu Gast.
Augsburger Wasserwirtschaft
Augsburgs Trinkwasser- und Kanalsystem, ab dem 14. Jahrhundert entwickelt, wurde 2019 von der UNESCO als Teil einer Inschrift zum „Augsburger Wasserwirtschaftssystem” anerkannt. Die Inschrift umfasst 22 Einzeldenkmäler, darunter Wassertürme, Kanäle, Pumpwerke und Kanalbauten.
Das System ist aus zwei Gründen bemerkenswert: sein frühes Entstehungsdatum (das Brunnenmeisterhaus stammt aus dem Jahr 1416, was Augsburg zu einer der ersten Städte Europas mit einer geplanten Wasserversorgung macht) und seine technische Raffinesse (die Pumpwerke nutzen die mechanische Kraft des Lechs, um Wasser in private Häuser und öffentliche Brunnen zu leiten, bevor die meisten europäischen Städte überhaupt eine organisierte Versorgung hatten).
Die wichtigsten Elemente für Besucher:
Drei Brunnen auf der Maximilianstraße: Augustus-Brunnen (1594), Herkules-Brunnen (1602) und Merkur-Brunnen (1599) — drei große Brunnen auf dem wichtigsten Renaissanceboulevard, die vom Wasserwirtschaftssystem gespeist werden. Alle drei sind noch in Betrieb.
Maximilianstraße: Die „Goldene Meile” Augsburgs, gesäumt von den Fugger-, Welser- und Hölderlin-Kaufleuten-Palais und den drei Brunnen. Dieser 700 m lange Boulevard wurde im 16. Jahrhundert als repräsentativer Stadtraum gestaltet und ist das besterhaltene Renaissancestadtbild Deutschlands.
Wassertürme am Roten Tor: Der Rote-Tor-Komplex aus dem 16. Jahrhundert am südlichen Ende der Altstadt integriert zwei Wassertürme des ursprünglichen Pumpwerks. Die Türme werden heute für kulturelle Veranstaltungen und ein Freilichttheater genutzt.
Wer den vollständigen UNESCO-Weg erkunden möchte, kann beim Tourismusbüro Augsburg eine UNESCO-Wegekarte erwerben (3 € am Touristikbüro am Rathausplatz).
Augsburg und die Romantische Straße
Augsburg ist der südliche Anker der Romantischen Straße (Romantische Strasse), der 460 km langen Tourismusroute, die von Augsburg nordwärts durch Donauwörth, Dinkelsbühl, Nördlingen und Würzburg führt. Die Route passiert einige der am besten erhaltenen mittelalterlichen Städte Deutschlands, mit Rothenburg ob der Tauber als berühmtestem Stopp.
Die Romantische Straße wurde 1950 als Nachkriegs-Tourismusroute geschaffen. Sie folgt keiner einzelnen historischen Straße, verbindet aber eine Reihe von Städten mit generell mittelalterlichem und gut erhaltenem Charakter. Augsburg selbst ist optisch nicht der dramatischste Stopp — das ist Rothenburg —, historisch aber der bedeutendste.
Wer die Romantische Straße von München aus fährt, findet in Augsburg den natürlichen ersten Halt (30 Min. ab München mit Auto oder Zug). Von Augsburg führt die Route 100 km nach Dinkelsbühl (1,5 Std. mit dem Auto) und weitere 45 km nach Rothenburg (40 Min.).
Der Busservice von München nach Rothenburg über Augsburg und die Romantische Straße läuft saisonal und verbindet die wichtigsten Orte: Ab München: Rothenburg und Romantische Straße als Bustagesausflug
Für private Führungsreisen mit individuellen Stopps: Ab München: private Führung nach Rothenburg ob der Tauber über die Romantische Straße
Praktische Hinweise
Effizienter Tagesablauf ab München: RE um 09:00 ab München Hbf nehmen (Ankunft Augsburg 09:35). Zur Fuggerei laufen (15 Min. ab Bahnhof). 1,5 Stunden in der Fuggerei. Zu Fuß zum Rathausplatz über St.-Anna-Kirche und Maximilianstraße (20 Min., Renaissancebrunnen mitnehmen). Goldener Saal, falls geöffnet. Dom und Zeughaus. Mittagessen in oder um die Maximilianstraße (Empfehlungen unten). Nachmittagszug zurück nach München oder nordwärts auf der Romantischen Straße.
Dom (Augsburger Dom Unserer Lieben Frau): Einer der ältesten Dome Deutschlands (Innenraum aus dem 10. Jahrhundert), mit dem ältesten Zyklus an Glasgemälden der Welt noch am Originalstandort — fünf romanische Fenster aus ca. 1065 n. Chr. mit Prophetendarstellungen. Eintritt frei. Die angeschlossene Kunstsammlung enthält Werke von Hans Holbein dem Älteren. Einplanen: 30–45 Minuten.
Essen in Augsburg: August (Jakoberstraße 22) ist ein zuverlässiges mittelklassiges Restaurant mit saisonalen bayerischen und schwäbischen Gerichten (Hauptspeisen 14–22 €). Riegele Bierwirtschaft (Viktoriastraße 4) ist die Gaststube der Riegele-Brauerei — Augsburgs eigenes Bier, solide Hausmannskost (12–18 €). Für ein schnelles Mittagessen bietet die Metzgerei Sieber an der Maximilianstraße ausgezeichnete Leberkäsesemmeln (3,50 €).
Was nicht verpassen: Erstbesucher übergehen oft den Dom zugunsten der Fuggerei und des Rathauses; die romanischen Fenster allein sind 20 Minuten wert. Die Zeughaus-Fassade ist ein 5-minütiger Umweg vom Rathausplatz und wirklich eines der schönsten öffentlichen Skulpturwerke Bayerns.
Ehrliche Einschätzung: Augsburgs Altstadt hat ein etwas uneinheitliches Stadtbild im Vergleich zum geschmückten Rothenburg oder dem dichten mittelalterlichen Regensburg. Mehrere bedeutende Gebäude aus dem 16. Jahrhundert befinden sich in verschiedenen Zuständen der Instandhaltung, und das Stadtzentrum zeigt die übliche Mischung aus mittelalterlichen Gebäuden und Geschäftshäusern aus den 1960er Jahren. Die Spitzenziele sind außergewöhnlich; das Straßenbild insgesamt ist uneben. Diese Stadt ist für Menschen, die spezifische historische Erlebnisse suchen, nicht für ein durchweg pittoreskes Altstadtbild.
Mit anderen Städten kombinieren: Augsburg bietet sich als erster Halt einer Romantischen-Straße-Fahrt in Richtung Rothenburg ob der Tauber an, 140 km weiter nördlich. Alternativ passt es zu München als Halbtag — morgens mit dem Zug fahren, 3–4 Stunden vor Ort, mittags zurück. Für eine längere Bayern-Reise bietet der Tagesausflug-Leitfaden ab München alle Optionen und ihren jeweiligen Mehrwert.
Häufig gestellte Fragen zu Augsburg
Wie weit ist Augsburg von München und wie kommt man dorthin?
Augsburg ist 70 km von München entfernt. Regionalbahnen (RE) ab München Hauptbahnhof brauchen 32–40 Minuten und sind mit dem Bayern-Ticket abgedeckt (31 € für Gruppen von 1–5 Personen). ICE-Züge brauchen 27 Minuten (ab 14 € Sparpreis). Mit dem Auto auf der A8 ca. 55 Minuten ohne Stau.
Was ist die Fuggerei und lohnt sich ein Besuch?
Die Fuggerei ist die älteste noch bewohnte Sozialsiedlung der Welt, 1516 von Jakob Fugger gegründet. Heute leben dort 150 Bewohner zu einer Jahresmiete von 0,88 €, unverändert seit der ursprünglichen Gründung. Der Museumsbereich (8 € für Erwachsene) umfasst eine eingerichtete Originalwohnung, einen WWII-Bunker und eine ausführliche Geschichte der Fuggerdynastie. Als Sozialeinrichtung ist sie einzigartig und das beste Einzelziel in Augsburg.
Ist Augsburg UNESCO-Welterbe?
Teilweise. Augsburgs Wasserwirtschaft — ein Netz aus Kanälen, Wassertürmen und Pumpwerken ab dem 14. Jahrhundert — wurde 2019 als UNESCO-Welterbe anerkannt. Die Altstadt selbst hat keine UNESCO-Auszeichnung (anders als Regensburg), aber die Inschrift umfasst 22 Einzelbauwerke in der Stadt.
Was ist die Romantische Straße, und beginnt sie in Augsburg?
Die Romantische Straße ist eine 460 km lange Tourismusroute von Augsburg nordwärts bis Würzburg, die durch mittelalterliche Städte wie Dinkelsbühl, Nördlingen und Rothenburg ob der Tauber führt. Augsburg ist der südliche Endpunkt. Die Route wurde 1950 zur Tourismusförderung des Nachkriegsdeutschlands gegründet und ist heute eine der meistbesuchten Ferienrouten Deutschlands.
Wie lange brauche ich für Augsburg?
Die Fuggerei benötigt 1,5–2 Stunden inklusive Warteschlange. Der Goldene Saal im Rathaus kommt weitere 30 Minuten hinzu. Dom, Maximilianstraße-Brunnen und Zeughaus brauchen nochmals 1,5 Stunden bei angenehm. Insgesamt 4–5 Stunden für die Hauptsehenswürdigkeiten. Die 30-minütige Zugfahrt ab München macht das als Halbtag oder ganzen Tag realistisch.
Wer war Jakob Fugger und warum war er wichtig?
Jakob Fugger (1459–1525), bekannt als „Jakob der Reiche”, war der dominierende Finanzier des frühen 16. Jahrhunderts in Europa. Sein Bankhaus finanzierte die Wahl Kaiser Karls V., verwaltete das Vatikanbankwesen, betrieb Silber- und Kupferbergwerke von Tirol bis Skandinavien und kontrollierte den Gewürzhandel. Die Fuggerei war seine einzige bedeutende öffentliche Wohltätigkeitshandlung. Sein Privatpalast in Augsburg (das Fuggerhaus, heute umgebaut) und die St.-Anna-Fuggerkapelle sind beide für Besucher zugänglich.
Lohnt sich Augsburg im Vergleich zu Regensburg oder Nürnberg?
Unterschiedliche Stärken. Augsburg liegt näher an München (30 Min. vs. 1,5 Std. für Regensburg, 1 Std. für Nürnberg per ICE), hat die Fuggerei und das schönste Renaissancestadtbild Süddeutschlands und ist Tor zur Romantischen Straße. Regensburg ist authentischer mittelalterlich und hat ein besser erhaltenes Gesamtstadtbild. Nürnberg hat eindrücklichere WWII-Geschichte. Wenn Zeit vorhanden ist, sind alle drei bei einer mehrtägigen Bayern-Reise lohnend.
Top-Erlebnisse
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Nürnberg
Kaiserburg, NS-Reichsparteitagsgelände, Dokumentationszentrum, Nürnberger Prozesse, Christkindlesmarkt und Lebkuchen — 1 Std. per ICE ab München.

Regensburg
UNESCO-Welterbe-Altstadt, 900 Jahre alte Steinerne Brücke, Römerruinen, Donau und Deutschlands älteste Wurstküche — 1h30 per Bahn ab München.

Rothenburg ob der Tauber
Mittelalterliche Mauerstadt an der Romantischen Straße — intakte Stadtmauer, Käthe Wohlfahrt Weihnachtsshop, Nachtwächterführung und Schneeball-Gebäck.

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